Trainee der Klinikpflegeleitung, Gesundheit Nord, Klinikum Links der Weser Bremen

Das Video geht darauf ein, dass es eine andere Wahrnehmung gegenüber dem Beruf gibt und sich auch junge Menschen dadurch diesem Beruf wieder anders zuwenden. Es macht deutlich, dass strukturelle Rahmungen wie Personalbedarf, Entlohnung und Arbeitsbedingungen sich wesentlich ändern müssen. Darüber hinaus hebt es die Bedeutung der Gesundheitsprävention für Pflegekräfte hervor und sieht Rotation als gutes Mittel, um Flexibilität innerhalb des Systems und unter den Kolleg_innen zu erhalten.

2 Kommentare

  1. Robbin Hansen (Gesundheits- und Krankenpfleger)

    Sehr geehrte Frau Hohnhorst,
    ich gebe Ihnen weitgehend Recht, dass die Pflege eine angemessene Vergütung braucht, um Junge Menschen in die Pflege zu bringen. Auch die Rotation, um Flexibilität innerhalb des Systems und unter den Kolleg_innen zu erhalten, empfinde ich als guten Vorschlag. Darüber hinaus vertrete ich die Meinung, dass die Pflege um ein attraktives Berufsbild bieten zu können, nicht nur homogen arbeiten darf. Eine homogene Tarifgestaltung, selbst wenn sie attraktiv gestaltet ist, ist und bleibt Perspektivlos. Auch in Ergänzung zu Ihrem vorgeschlagenen Rotationsprinzip, empfehle ich, die Pflege heterogen nach oben zu gestalten, gerade in der Qualifikation und der Vergütung. Ein Trauriger Trend des High and Low qualification managements ist es Pflegeaufgaben an immer schlechter bis gar nicht ausgebildete Arbeitskräfte zu delegieren. Siehe Betreuungskräfte und Stationshilfen. Aber wie sieht es mit einer heterogenen Entwicklung des Berufes oberhalb einer stattlich examinierten Pflegefachkraft aus? Gibt es Karrieremöglichkeiten? Kann Jemand den amerikanischen Traum vom „Tellerwäscher zum Millionär“ in der Pflege leben? Ich glaube nein. Selbst wenn es in Deutschland den extrem teuren Studiengang des Advanced Nursing Practitioner gibt, so liegt kaum eine Kompetenzerweiterung, eine Karrieremöglichkeit, oder eine Perspektive dahinter. Zudem sollte Pflege sich nicht nur als Arbeitnehmerfreundlicher Beruf verstehen. Die Pflege bedarf eines Selbstbewusstseins, dass auch innovative Selbstständigkeiten gegründet werden können und erfolgreich sein können. Darin sehe ich Grundsteine für die Attraktivität in der Pflege.
    Mit freundlichen Grüßen
    Robbin Hansen

  2. Claudia Stolle

    Sehr geehrte Frau Hohnhorst,
    vielen Dank für Ihren sehr bereichernden Beitrag! Die Idee der Rotation der Pflegenden durch verschiedene Fachdisziplinen sehe ich als besonders wertvoll. Hier könnten Pflegende Expertisen ggf. nochmal „auffrischen“ oder andere Inspirationen mit in ihre Bereiche nehmen. Pflegende die nach langer Berufstätigkeit nochmal eine Veränderung suchen, würde hier andere interessante Arbeitsbereiche kennenlernen. Die Umsetzung wäre noch nicht mal aufwändig … .

    Mit freundlichen Grüßen
    Claudia Stolle

Schreiben Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.